Betreuung

Das Hospice Le Pré-aux-Boeufs bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern eine auf das Individuum angepasste Betreuung, die vom Normalisierungsprinzip sowie von der Hilfe zur Selbsthilfe ausgeht.

Die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen hat in dieser Hinsicht oberste Priorität. Sie entscheiden nach ihren Möglichkeiten selber, wie sie ihren Lebensalltag im Rahmen der Hausordnung gestalten möchten. Die Bewohner werden unterstützt, in diesem offenen Institutionsrahmen leben zu können und sich minimal in die Gemeinschaft einzufügen.

Jede Intervention zielt darauf ab, die physische wie auch psychische Befindlichkeit der Be¬wohnerInnen zu verbessern.

Die Beschäftigungs- und Freizeitgestaltung wird von den Bewohnern anhand ihrer Vorlieben und Interessen individuell gestaltet. Das Hospice Le Pré-aux-Boeufs bietet zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten.

Wohnen / Freizeit

Mit dem kontrollierten Alkoholausschank und der individuellen Alltagsgestaltung wird eine möglichst hohe Selbstverantwortlichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner angestrebt. Sie gestalten ihre Zimmer selber und sind auch für deren Ordnung und Sauberkeit verantwortlich. Bei ihrer täglichen Hygiene oder bei lebenspraktischen Tätigkeiten werden die Bewohner durch die Betreuer unterstützt, gefördert und auch kontrolliert.

Die Bewohner und Bewohnerinnen werden motiviert, sich an den täglichen Abläufen aktiv zu beteiligen und sich in den Begegnungszonen oder im Restaurant mit den anderen Bewohnerinnen zu treffen. Fester Bestandteil des sozialen Lebens sind die beiden Hauptmahlzeiten, die gemeinsam im Speisesaal eingenommen werden.

Die Bewohner erhalten Unterstützung im Gestalten ihrer Freizeit, indem Eigeninitiativen, bisherige Hobbies und Interessen nach Möglichkeit gefördert und in den Alltag integriert werden.

Zusätzlich organisiert das Hospice regelmässig interne wie auch externe Anlässe.

In der Freizeit kann Alkohol kontrolliert konsumiert werden. Der vernünftige Umgang mit den Suchtmitteln ist Teil der Tagesgestaltung.

Beschäftigung

Das vielfältige Beschäftigungsangebot soll den Bewohnern die Gestaltung des Alltags erleichtern und das Selbstwertgefühl wieder aufbauen oder verstärken. Der Bewohnerinnen und Bewohner sollen das Gefühl haben „ich werde gebraucht, ich kann etwas, ich trage zum Funktionieren des Tagesablaufes bei“.

Die Mitarbeitenden versuchen die Bewohnerinnen für eine Tätigkeit zu motivieren, indem sie ihnen ihren Möglichkeiten, Neigungen oder bisherigen Tätigkeiten entsprechend eine Beschäftigung anbieten.

Obwohl kein Beschäftigungszwang besteht, ist es das Ziel, möglichst viele Bewohner in irgendeiner Form in einen regelmässigen Beschäftigungsprozess zu integrieren.

Methoden

Die Mitarbeiterinnen setzen in der Betreuungsarbeit verschiedene Methoden der Motivation ein. So werden die Bewohnerinnen und Bewohner, ihren Ressourcen und Eigenarten angepasst, in kleinen Lernschritten zur Übernahme von mehr Selbstverantwortung in ihrem Alltag angeleitet. In der Regel wird der Rahmen, die Kontrolle, durch die Mitarbeitenden kontinuierlich abgebaut, die Bewohner erhalten zunehmend mehr Freiraum – z.B. von kurzen Ausgängen hin zu längeren Urlauben, oder von der Abgabe von täglichem Taschengeld zur Verantwortung über den vollen Wochenbetrag.

Bei Nichteinhalten der Vereinbarungen wird die Kontrolle durch die Mitarbeitenden wieder erhöht oder der Rahmen enger gesteckt. Um Widerstand, Stress oder Demotivation der Bewohnerinnen durch Überforderung zu vermeiden, achten die Mitarbeitenden jeder Zeit darauf, die Bewohnerinnen in dem Mass zu fordern bzw. zu fördern, dass sie möglichst nachhaltige Erfolgserlebnisse erfahren können.

Im Beschäftigungsbereich gelten die gleichen Prinzipen. In verschiedenen Gesprächen und Schnuppereinsätzen wird versucht herauszufinden, welche Tätigkeiten dem jeweiligen Bewohnerentsprechen könnten.

Generell wird im Umgang mit den Bewohnern nach einer individuellen Förderplanung gearbeitet.